oder: Heute mal aus der Rubrik “Nachg.dacht!”
Wertevorstellungen unterliegen – so mein Empfinden – dem Wandel der Zeit mindestens genauso wie der persönlichen Entwicklung eines jeden Einzelnen von uns.
Viele Werte, die noch vor hundert Jahren das Maß der Dinge waren, sind heute unwichtig und haben jegliche Wertigkeit verloren. Oder kennt ihr jemanden, der noch jungfräulich in den ach so heiligen Bund der Ehe tritt? Doch welche Werte zählen heute für uns? Sind es immer nur die inneren Werte, auf die jeder soviel Wert legt, wenn man nach dem Partner-Auswahlkriterien fragt?
Für mich persönlich totaler Blödsinn – ich möchte am Beispiel bei der Partnersuche hängen bleiben:
Hand aufs Herz – wer von euch macht sich die Mühe, die inneren Werte eines Menschen herauszufinden, der einem seit der ersten Begegnung unsympathisch ist? Ich maße mir an, zu sagen, dass das niemand tut – weil es ein zweites Date oder gar viele mehr, die nötig wären, dass Innere eines Menschen zu erfassen, nie geben wird. Die Zeit nimmt sich keiner.
Deswegen haben Internetportale in sämtlichen Facetten ja auch so regen Zuspruch. Weil hier die meisten anhand des eingestellten Bildes sofort entscheiden, ob es sich lohnt, das Profil zu lesen oder nicht. Wenn es der potentielle Kandidat geschafft hat, dass sich über das Foto auch noch das Profil angeschaut wird, stehen die Chancen gut… erneut aus dem „Beuteschema“ heraus zu fallen.
Wenn es dann wirklich jemand schafft, dass gar eine Mail verfasst wird… Juchuuh, dann kommt in 50 Prozent der Fälle [Prinzessins Schätzung] der Schock später am Telefon, weil die Stimme unsympathisch ist oder die Ausdrucksweise einfach zu wünschen übrig lässt, oder, oder, oder.
Wenn sich zwei finden, die der Meinung sind, sich doch aller Widrigkeiten mal treffen zu wollen, dann gute Nacht. Ok, zugegeben, es kann auch mal gut gehen. Es soll Fälle geben.
Doch warum um alles in der Welt finden Dates nicht mehr in Discotheken statt, wird die Angebetete nicht mehr zum Rendévouz ausgeführt oder ihr Blumen geschenkt? Warum will das keine(r) mehr??? Oder wollen wir Frauen das doch noch und die Männer landen wieder mal im imaginären Schwanzvergleich getreu dem Motto: „Meine Frau hat das tollere Handy, den tolleren Friseur, den tolleren Zweitwagen…!“