König der Löwen, Teil II
Schon mal ein sprachloses Prinzessinenpaar erlebt? Nö? Gestern abend in Hamburg wars soweit. Es war sooooo unbeschreiblich schön. Aber jetzt mal langsam:
Mittag sind wir losgedüst in Richtung Hamburg. Es herrschte gedrückte Stimmung, ganz dem Wetter entsprechend, weil wie bereits erwähnt, Freunde von uns krankheitsbedingt nicht mit konnten.
Gut zwei Stunden später sind wir in Hamburg am Freihafen angekommen und der Liebste hielt mir einen Zettel unter die Nase, dass wir mit der Fähre fahren müssten. Es bildeten sich schlagartig Eiskristalle im Auto und meine eh schon blasse Gesichtsfarbe änderte sich in leicht grün: ich HASSE Fähren, Schiffe, Boote… Die Schaukelei ist nicht zum Aushalten und nach einem Horrortrip vor Jahren nach Helgoland stand für mich fest, dass ich keinen Fuss mehr auf irgendein Wasserfahrzeug setze. Ich wäre am liebsten gleich wieder umgekehrt, Scheiß auf “König der Löwen”, selbst dafür gehe ich auf kein Boot.
Aber, Navi-Ische, ich küss dich. Es geht auch ohne Bootfahren. Wir folgten den Ansagen der Frau Ische und landeten direkt vor dem Theater und dem Restaurant. Wat war ich glücklich
Dann gings ab ins Restaurant, schön ein Gläschen Sekt schlürfen und die Menükarte studieren. Nun ja, Steckrübensuppe klingt ja nicht sehr erbaulich. Aber da probieren ja bekanntlich Pflicht ist, haben wir gekostet - und es war sooo lecker, hätte ich nie gedacht, dass man aus so einem Ekelgemüse sowas leckeres machen kann. Zum Hauptgang gabs Jungschweinfilet mit Gemüse und Kartoffelgratin. Auch das war herbstlich angehaucht: es gab Kürbisgemüse mit Möhren, ganz toll aufeinander abgestimmt und sehr lecker. Nachtisch gabs am Buffet nach Herzenslust. *allezehnfingerableck*
Einen Espresso später saßen wir dann in der Vorstellung, Reihe 10. Vor uns eine ältere Dame, die es nicht geschafft hat, irgendwann mal ihren Schnabel zu halten oder ihr weises Haupt unbewegt zu lassen. Aber da wir vier freie Plätze zur Auswahl hatten, ging auch das irgendwie. Die Vorstellung begann, es war sehr stimmgewaltig - Gänsehaut pur. Es war Afrika auf der Bühne mit all seinen bekannten Tieren - selbst Elefanten fanden sich darunter. Die Kostümbildner haben ganze Arbeit geleistet. Selbst die Darsteller schienen Afrikaner zu sein…
Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom kleinen Simba? Wie er aufwächst mit der Schuld, seinen Vater getötet zu haben - weit weg von seiner Familie, seinem Zuhause? Die Umsetzung als Musical war brilliant. Es waren drei Stunden Hochspannung, Hörgenuss und irgendwie waren wir verzaubert. Es war wunderschön und eigentlich nicht mit Worten wiederzugeben.
Wir werden nochmal hinfahren, dann sitzen wir in der ersten Reihe um hautnah dabei zu sein. Und darauf freue ich mich jetzt schon!
Wer noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für seine Lieben ist, ich kann das nur empfehlen!!!





Vom König der Löwen hab ich bisher nur gute Sachen gehört. Das wäre dann mit dem Eintrag mal wieder bestätigt.
Wir waren total begeistert!